
Unter dem Vorsitz des CSU-Abgeordneten Peter Tomaschko wurde im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags das Testpaket zum Thema Dyskalkulie vorgestellt, ein Projekt des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, begleitet vom Lehrstuhl für Mathematik und ihre Didaktik der Universität Bayreuth.
Fraktionsübergreifend zeigten sich die Abgeordneten beeindruckt. Vorsitzender Peter Tomaschko sprach gar von einer „Sternstunde im Bildungsausschuss". In einem aufschlussreichen und fundierten Vortrag erläuterte Dr. Annalisa Steinecke von der Universität Bayreuth den Modellversuch zur Diagnostik und zu Angeboten zur nachhaltigen Förderung rechenschwacher Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe.
Die Abgeordneten waren sich einig, dass jedes Kind von Anfang an die bestmögliche Förderung verdient. Rechenschwäche dürfe kein Hindernis für einen erfolgreichen Bildungsweg sein. „Entscheidend ist, dass die Diagnose für betroffene Kinder so früh wie möglich erfolgt und diese anschließend individuell unterstützt werden“, so der CSU-Abgeordnete Norbert Dünkel, Vorsitzender der fraktionsübergreifenden Arbeitsgruppe Inklusion. Im Februar 2027 wird die Staatsregierung auf Initiative von MdL Dünkel einen Sachstandsbericht aus der eigens gegründeten Expertenkommission Dyskalkulie im Bildungsausschuss des Landtags vorlegen. Ein neues Konzept für Schülerinnen und Schüler mit Dyskalkulie soll bis zum Schuljahresende erstellt werden.
Die Politikerinnen und Politiker aller Fraktionen sprachen sich für eine verlässliche Diagnostik und eine gezielte Förderung bereits ab der 1. Jahrgangsstufe flächendeckend an allen bayerischen Schulen aus. Das vorgestellte Testpaket leistet dafür einen wertvollen Beitrag und schafft die Grundlage, Dyskalkulie frühzeitig und zuverlässig zu diagnostizieren und entgegenzuwirken. „Mit einer frühzeitigen Diagnostik und gezielten Förderung geben wir unseren Kindern die Chancen, die sie verdienen. Bayern geht hier voran", so Tomaschko